UMSONSTLADEN berlin & Hausprojekt "Brunnen 183"
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PRESSEMITTEILUNG Nr. 2
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Durchgeknallt! 600 Polizisten durchsuchten Brunnen 183 |
| Heute morgen wurden die BewohnerInnen des Hausprojektes in der Brunnenstraße 183 von einem 600 Mann starken martialischen Polizeiaufgebot aus dem Bett geworfen. Die Aufgabe des Polizei-Riesenaufgebotes war es nicht etwa die ganze Straß zu evakuieren, sondern die Personalien der 31 im Haus anwesenden Personen festzustellen. Zu diesem Zwecke hatten sie einen Durchsuchungsbeschluß des Amtsgerichts Tiergarten von Anfang Mai 2007 dabei. Inzwischen hat sich die Polizei aus dem Haus zurückgezogen. Es wurde erheblicher Schaden an Wohnungstüren und Eigentum der Mieter angerichtet. |
| Aus Sicht der HausbewohnerInnen und Ihrer Anwältin Vera Hacke ist die Begründung des Amtsgerichts-beschlußes höchst fragwürdig.* Unverständlich ist auch, warum das Versorgungsunternehmen Vattenfall sowie die GasAG in die Polizeiaktion einbezogen wurden. Im Haus gibt es seit vielen Jahren keine Gasversorgung. Vattenfall stellte gar den Haußtrom ab, obwohl die BewohnerInnen unstrittig ihre Haußtromrechnung stets beglichen haben und sogar über ein erhebliches Guthaben bei Vattenfall verfügen. |
| Der neue Hauseigentümer des Objektes Dr. Manfred Kronawitter aus Passau hatte bereits nachdem er das Objekt im Januar 2006 ersteigerte, Anzeigen gegen die BewohnerInnen des Hauses wegen Hausfriedensbruch gestellt. Alles vom Tisch dachten, die BewohnerInnen, denn schließich ist Kronawitter inzwischen längst klar, wer im Haus ist und das es sich um eine Mietstreitigkeit handelt. Er führt inzwischen mehr als zehn Räumungsklagen gegen MieterInnen des Hausprojektes. Das nun eine Durchsuchung des Hauses mit eben dem Argument, Kronawitter wiße nicht wer im Haus wohne und könne deshalb den Rechtsweg nicht beschreiten, begründet wird, ist für die Hausanwältin Vera Hacke ebenso wie die Pauschalität des Beschlußes unverständlich. Daß die Berliner Polizei sich jedoch in einer derart überzogenen Aktion wider besseren Wissens in den Dienst fragwürdiger Praktiken eines Hauseigentümers stellt, läßt auch auf Eigeninteresse schließn. Vermutet wird, daß die Aktion vom Justiziar des Polizeipräsidenten, Oliver Tölle, (der gerne mal von einem "verzeckten Haus" spricht) zu verantworten ist. |
| Amtsrichter Buckow stellte sich nun mit seinem Beschluß in den Dienst eines Hausbesitzer, der alle Register zieht, um unliebsame Mieter los zu werden. Gerne behauptet Kronawitter in der Öffentlichkeit, er werde von den BewohnerInnen hinters Licht geführt. In Wirklichkeit liegt eine Liste der MieterInnen mit ihren Wohnungsstandorten seit vergangenem Jahr vor. Der Bitte nach Bekanntgabe eines Mietkontos ist er bis heute nicht nachgekommen. |
| Die BewohnerInnen und Projekte, wie der stadtweit bekannte und beliebte Umsonstladen, werden sich indes nicht allein auf den Rechtsweg verlaßen und rufen für heute Abend zu einer spontanen Kundgebung (18.30 Uhr) und anschließnden Demonstration (19.30) vor der Brunnenstraße 183 auf. |
| Gern informieren wir persönlich über die aktuelle Situation. |
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Kontakt: umsonstladen-berlin@nadir.org bzw. Hausanwältin Vera Hacke: Tel. 84712540. |
| Im Internet: www.umsonstladen.info / www.brunnen183.de / pimp.so36.net |
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Anmerkungen: * In unserer Pressemitteilung heute morgen wurde Frau Hacke
fälschlicherweise so zitiert, daß es aus ihrer Sicht keine rechtliche
Grundlage der Polizeiaktion gäbe. Wir möchten dies in dem Sinne berichtigen,
daß Frau Hacke die Begründung des Beschlusses unverständlich ist.
Die Rechtsgrundlage für die polizeiliche Aktion heute hingegen ist klar.
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